Pfosten-Riegel-Fassaden – wenn die Wand aus Glas besteht
Große, zusammenhängende Glasflächen über mehrere Geschosse: Die Pfosten-Riegel-Fassade trägt sich selbst und ersetzt die Wand, statt sich in sie einzufügen. Wir planen und montieren das System UNILUX FineLine in Holz und Holz-Aluminium in Frankfurt-Sachsenhausen und im Rhein-Main-Gebiet.
Senkrechte Pfosten tragen die Lasten, waagerechte Riegel verbinden sie zu einem Raster. In dieses Raster kommen Glasfelder, Festverglasungen und Öffnungselemente. Anders als ein Fenster, das in eine fertige Wandöffnung eingesetzt wird, ist die Fassade selbst das tragende Bauteil – deshalb sind Glasflächen möglich, die über mehrere Geschosse durchlaufen.
Holz innen, Aluminium außen
Der Kern der Konstruktion besteht aus massivem Brettschichtholz. Zum Innenraum bleibt diese Holzoberfläche sichtbar und sorgt für ein warmes Raumklima. Nach außen liegt eine wetterfeste Aluminiumschale davor, die die Verglasung hält und das Holz dauerhaft vor Witterung schützt.
| UNILUX FineLine | |
|---|---|
| Konstruktion | Pfosten-Riegel, selbsttragend |
| Material innen | Brettschichtholz: Eiche, Lärche, Kiefer, Eukalyptus Grandis |
| Material außen | wetterfeste Aluminiumschale |
| Wärmedämmung | Energieeffizienz auf Passivhausniveau |
| Verglasung | Dreifachverglasung möglich |
| Einbruchschutz | bis RC2 (DIN EN 1627) |
| Profilvarianten | 17 |
| Farben | über 2.000 |
Quelle Systemdaten: unilux.de – Pfosten-Riegel-Fassaden. Angaben des Herstellers; das verbindliche Angebot entsteht nach Aufmaß und statischer Prüfung.
Die UNILUX Pfosten-Riegel-Fassade im Detail
Die Fassade besteht aus zwei Bauteilen: dem tragenden Holzprofil aus Pfosten und Riegeln und der Aluminiumschale, die von außen davorliegt. Beide gibt es in mehreren Formen – und weil die Schale das ist, was man von der Straße aus sieht, bestimmt ihre Wahl das Erscheinungsbild des Gebäudes.
Das Fassadenkreuz
Wo Pfosten und Riegel aufeinandertreffen, entsteht das Fassadenkreuz. Der Querschnitt zeigt den Aufbau: innen der massive Holzkern aus Brettschichtholz, außen die Aluminiumschale, die die Verglasung hält und das Holz vor Witterung schützt. Dazwischen sitzt die Dämmebene.
Sichtbar bleibt innen die Holzoberfläche in der gewählten Holzart – Eiche, Lärche, Kiefer oder Eukalyptus Grandis.
Haupt- und Riegelprofile
Sieben Formen für das tragende Holzprofil – von der kantigen bis zur abgerundeten Ausführung.
Aluminiumschalen
Elf Formen für die äußere Schale. Sie prägt die Ansicht von außen und lässt sich unabhängig vom Holzprofil wählen – farblich stehen über 2.000 Töne zur Verfügung.
Abbildungen und Formbezeichnungen: unilux.de – Pfosten-Riegel-Fassaden. Welche Form für Ihr Objekt statisch und gestalterisch passt, klären wir gemeinsam.
Eingeschossige Pfosten-Riegel-Fassaden
Die häufigste Bauform: Eine Glasfassade über eine Geschosshöhe, meist zum Garten oder zur Terrasse hin. Sie bringt Tageslicht weit in den Grundriss und verbindet Innen- und Außenraum – im Wohnhaus ebenso wie im Büro.
In das Raster lässt sich eine Hebe-Schiebe-Anlage integrieren, auf Wunsch bodengleich. Damit wird aus der Fassade ein begehbarer Übergang, ohne Stufe und ohne störende Schwelle.
Weil große Glasflächen im Sommer Wärme aufnehmen, gehören Wärmeschutzverglasung und ein passender Sonnenschutz von Anfang an zur Planung. Beides stimmen wir am konkreten Objekt ab – abhängig von Himmelsrichtung, Dachüberstand und Verschattung durch Nachbargebäude.
Mehrstöckige Pfosten-Riegel-Konstruktionen
Weil die Konstruktion ihre Lasten über die Pfosten selbst abträgt, kann die Verglasung über zwei Geschosse durchlaufen. Typisch ist die Galeriebauweise: Erdgeschoss und darüberliegende Galerie erhalten Tageslicht aus derselben Fassade, der Raum wirkt bis unter das Dach zusammenhängend.
Mit der Höhe steigen die Anforderungen an die Bauphysik. Warme Luft sammelt sich oben, deshalb braucht eine zweigeschossige Fassade ein durchdachtes Lüftungs- und Beschattungskonzept und je nach Ausrichtung eine Sonnenschutzverglasung. Ohne das wird aus dem lichten Raum im Hochsommer ein warmer.
Bei Schul-, Büro- und Verwaltungsbauten kommen Anforderungen an Absturzsicherung, Brandschutz und Reinigung hinzu. Diese Punkte klären wir vor der Ausschreibung mit dem Hersteller.
Die Vorteile einer Pfosten-Riegel-Fassade
Was die Bauweise gegenüber einer Wand mit einzelnen Fenstern leistet – und was sie im Gegenzug an Planung verlangt.
Tragfähig aus sich heraus
Das massive, schichtverleimte Holz nimmt die Lasten auf. Deshalb sind Glasflächen möglich, die eine gemauerte Wand mit Fensteröffnungen nicht zulässt.
Gestalterisch frei
Sieben Holzprofil- und elf Aluminiumformen, über 2.000 Farben, dazu vier Holzarten. Innen- und Außenseite lassen sich unabhängig voneinander festlegen.
Ecken und Polygone
Das Raster lässt sich über Eck und in vieleckigen Grundrissen führen. Auch eine Ganzglasecke ohne sichtbaren Eckpfosten ist umsetzbar.
Wärmeschutz auf Passivhausniveau
UNILUX gibt für FineLine Energieeffizienz auf Passivhausniveau an. Dreifachverglasung ist möglich, ebenso Einbruchhemmung bis RC2 nach DIN EN 1627.
Witterungsschutz ohne Streichen
Die Aluminiumschale nimmt Regen, Wind und UV-Strahlung auf. Das Holz dahinter bleibt geschützt und muss nicht wie eine reine Holzfassade nachgestrichen werden.
Fördermittel prüfen
Beim Austausch im Bestand kommen je nach Vorhaben Zuschüsse in Betracht. Was möglich ist, klären wir in der Energieberatung – inklusive Antrag und Abwicklung.
Verschattung gehört dazu
Große Glasflächen brauchen sommerlichen Wärmeschutz. Raffstoren und textile Systeme planen wir mit ein, statt sie nachträglich zu ergänzen.
Smart Home vorbereitet
Auf Wunsch wird die Fassade ab Werk für die Anbindung an ein Smart-Home-System vorgerüstet, etwa für Verschattung und Lüftung.
Planung von Anfang an
Statik, Anschlussdetails und Bauphysik gehören in die Entwurfsphase. Genau dort steigen wir mit ein, nicht erst bei der Montage.
Für Architekten und Planer
Bei Fassadenprojekten arbeiten wir von der Entwurfsphase an mit. Dazu gehören Systemauswahl, Abstimmung der Anschlussdetails, Unterstützung bei der Ausschreibung und die Koordination mit dem Hersteller.
Für Bauvorhaben im Rhein-Main-Gebiet übernehmen wir Aufmaß, Lieferung und Montage aus einer Hand.
Häufige Fragen zur Pfosten-Riegel-Fassade
Was ist eine Pfosten-Riegel-Fassade?
Eine Pfosten-Riegel-Fassade ist eine selbsttragende Glasfassade: Senkrechte Pfosten nehmen die Lasten auf, waagerechte Riegel verbinden sie zu einem Raster. In dieses Raster werden Glasfelder, Festverglasungen und Öffnungselemente eingesetzt. So entstehen zusammenhängende Glasflächen, die über mehrere Geschosse reichen können – deutlich größer, als es mit einzelnen Fenstern möglich wäre.
Worin unterscheidet sie sich von normalen Fenstern?
Ein Fenster wird in eine fertige Wandöffnung eingebaut. Eine Pfosten-Riegel-Fassade ist selbst das tragende Bauteil und ersetzt die Wand auf ganzer Fläche. Dadurch sind durchgehende Verglasungen, über Eck geführte Glasflächen und polygonale Grundrisse möglich.
Welche Materialien und Hölzer sind möglich?
UNILUX fertigt das System FineLine aus massivem Brettschichtholz in Eiche, Lärche, Kiefer und Eukalyptus Grandis. Nach außen kommt eine wetterfeste Aluminiumschale hinzu, die die Verglasung hält und das Holz vor Witterung schützt. Innen bleibt die Holzoberfläche sichtbar.
Wie steht es um Wärmedämmung und Einbruchschutz?
Der Hersteller gibt für das System FineLine Energieeffizienz auf Passivhausniveau an. Eine Dreifachverglasung ist möglich, ebenso Einbruchhemmung bis zur Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627.
Lassen sich Schiebetüren in die Fassade integrieren?
Ja. Hebe-Schiebe-Elemente und Festverglasungen lassen sich in das Raster einfügen, auch bodengleich. Der Übergang zwischen Innenraum und Terrasse wird dadurch schwellenlos.
Eignet sich das System auch für Gewerbe- und Schulbauten?
Ja. UNILUX führt Büro- und Schulgebäude sowie mehrgeschossige und Galeriekonstruktionen als Anwendungsbeispiele. Architekten und Planer begleiten wir dabei von der Planung bis zur Montage.
Das könnte Sie auch interessieren
Planen Sie eine Glasfassade?
Vereinbaren Sie eine kostenlose, unverbindliche Beratung – wir sehen uns das Objekt an und klären, was konstruktiv möglich ist.