Markisen – Schatten dort, wo Sie ihn brauchen
Eine Markise beschattet die Terrasse dann, wenn die Sonne steht, und verschwindet, wenn sie nicht gebraucht wird. Genau darin liegt ihr Vorteil gegenüber einem festen Dach. Wir planen und montieren Markisen von Erhardt und WAREMA – beides deutsche Hersteller, die nach Maß fertigen.
Entscheidend ist der Montageort. Liegt die Markise frei an der Fassade, gehört sie in eine Kassette – sie schützt Tuch und Technik, wenn eingefahren ist. Sitzt sie geschützt unter einem Balkon oder einem Dachvorsprung, genügt eine offene Markise. Soll sie auch bei Wind und leichtem Regen stehen bleiben, führt der Weg zur Pergolamarkise mit Stützen. Und wo es nicht um die Terrasse, sondern um das Fenster geht, ist die Senkrechtmarkise richtig.
Warum überhaupt eine Markise?
Der wirksamste Sonnenschutz sitzt außen. Was schon vor der Scheibe abgefangen wird, heizt den Raum gar nicht erst auf – innenliegende Rollos oder Vorhänge bremsen die Wärme dagegen erst, wenn sie bereits im Raum ist. Der Unterschied ist an einem Julinachmittag deutlich zu spüren.
Dazu kommt der Punkt, den man leicht übersieht: Eine Markise vergrößert die Wohnfläche. Eine Terrasse, auf der man mittags nicht sitzen kann, wird kaum genutzt. Mit Schatten wird sie zum Raum, der über Monate hinweg täglich zur Verfügung steht.
Vier Arten von Markisen
Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie gut Tuch und Technik geschützt sind – und davon hängt ab, wie lange eine Markise hält.
Kassettenmarkise
Im eingefahrenen Zustand verschwinden Tuch und Gelenkarme vollständig in einem geschlossenen Gehäuse. Die richtige Wahl für die freie Fassade – und die langlebigste Bauart, weil das Tuch trocken bleibt.
Offene Gelenkarmmarkise
Ohne Gehäuse, dafür schlanker und zurückhaltender. Sie gehört an einen geschützten Ort: unter den Balkon, unter einen Dachvorsprung. Auf Wunsch mit Schutzdach über der Tuchwelle.
Pergolamarkise
Das Tuch läuft in seitlichen Führungsschienen zwischen zwei Stützen. Dadurch bleibt sie bei deutlich mehr Wind ausgefahren als eine Gelenkarmmarkise und lässt sich mit leichter Neigung auch bei Nieselregen nutzen.
Senkrechtmarkise
Läuft senkrecht vor dem Fenster oder an der Seite der Terrasse. Sie hält die Sonne ab, ohne den Blick nach draußen zu nehmen, und dient zugleich als Sichtschutz.
Für Wintergärten und Terrassendächer gibt es zusätzlich Wintergartenmarkisen, die oberhalb der Verglasung laufen. Sie sind der wirksamste Weg, einen Wintergarten im Sommer nutzbar zu halten.
Was eine Markise leistet
Hitze bleibt draußen
Außenliegender Sonnenschutz fängt die Wärme vor der Scheibe ab. Die Räume dahinter bleiben spürbar kühler – ohne Klimagerät und ohne Stromverbrauch.
Mehr nutzbarer Raum
Terrasse und Balkon werden auch mittags benutzbar. Das ist der Unterschied zwischen einer Fläche, die man betrachtet, und einer, auf der man sitzt.
Blendfrei arbeiten
Vor bodentiefen Fenstern nimmt die Markise die Blendung vom Bildschirm, ohne den Raum abzudunkeln. Genau dafür ist die Senkrechtmarkise gebaut.
Schutz für Möbel
UV-Strahlung bleicht Parkett, Polster und Bilder aus. Was gar nicht erst hereinkommt, richtet auch keinen Schaden an.
Technik und Ausstattung
Bedient wird per Kurbel oder elektrisch. Elektrisch heißt in der Praxis mehr als Bequemlichkeit – erst damit sind die Automatiken möglich, die eine Markise wirklich nützlich machen:
- Funkmotor mit Handsender, auf Wunsch mit Smart-Home-Anbindung
- Windwächter, der bei aufkommendem Wind selbsttätig einfährt
- Sonnensensor, der ausfährt, bevor sich der Raum aufheizt
- LED-Lichtleisten in den Gelenkarmen oder im Ausfallprofil
- Heizstrahler für die Übergangszeit
- Volant als zusätzlicher Schutz gegen tief stehende Sonne
Zum Windwächter ein deutliches Wort: Wind ist die häufigste Schadensursache bei Markisen. Wer elektrisch bedient, sollte den Sensor mitbestellen – er kostet einen Bruchteil des Tuchs, das er schützt.
Erhardt und WAREMA
Erhardt Markisen
Familienunternehmen mit Fertigung in Deutschland. Das Programm reicht von der kompakten Kassettenmarkise über offene Gelenkarmmarkisen bis zu Pergola- und Wintergartenmarkisen, dazu Senkrecht- und Fenstermarkisen. Die Tücher kommen aus der Erhardt-Kollektion in Uni- und Strukturfarben.
WAREMA
Einer der großen deutschen Hersteller für Sonnenschutz, ebenfalls maßgefertigt. Neben Terrassen- und Fenstermarkisen umfasst das Programm Pergola-, Wintergarten- und Seitenmarkisen sowie die passende Steuerungstechnik.
Welcher der beiden für Ihr Vorhaben passt, hängt an Größe, Montagesituation und der gewünschten Ausstattung. Wir sehen uns das vor Ort an und sagen Ihnen, was wir empfehlen – und warum.
Markisen – FAQ
Ab welcher Windstärke muss eine Markise eingefahren werden?
Das hängt an der Bauart. Gelenkarmmarkisen sind je nach Modell und Größe für Windwiderstandsklasse 2 oder 3 ausgelegt – grob gesprochen bis zu frischem Wind. Pergolamarkisen mit seitlicher Führung halten deutlich mehr aus. Die verbindliche Klasse steht im Datenblatt des jeweiligen Modells; wir nennen sie Ihnen im Angebot. Ein Windwächter nimmt Ihnen die Entscheidung ab.
Hält eine Markise auch Regen ab?
Kurzen Nieselregen ja, sofern die Markise ausreichend geneigt ist und das Wasser ablaufen kann. Ein Regendach ersetzt sie nicht: Steht Wasser auf dem Tuch, entsteht eine Wassertasche, die das Gestell überlastet. Wer dauerhaften Wetterschutz möchte, ist mit einer Pergolamarkise oder einem Lamellendach besser bedient.
Was ist der Unterschied zu einem Raffstore?
Eine Markise beschattet eine Fläche – Terrasse, Balkon, Wintergarten. Ein Raffstore beschattet ein Fenster und lässt sich in der Lamellenneigung stufenlos einstellen. Beides schließt sich nicht aus; an vielen Häusern ergänzen sie sich. Mehr zu Raffstoren steht bei Sonnenschutz.
Braucht eine Markise eine Genehmigung?
Am Einfamilienhaus in aller Regel nicht. Anders sieht es aus, wenn Sie zur Miete wohnen oder in einer Eigentümergemeinschaft: Dort ist die Zustimmung von Vermieter bzw. Gemeinschaft nötig, weil die Fassade betroffen ist. Bei denkmalgeschützten Gebäuden entscheidet die Denkmalschutzbehörde.
Wie pflegeaufwendig ist eine Markise?
Wenig. Das Tuch sollte trocken eingefahren werden – wird es nass eingerollt, bilden sich mit der Zeit Stockflecken. Ansonsten genügt gelegentliches Abkehren und alle paar Jahre eine Kontrolle der Beschläge. Bei einer Kassettenmarkise entfällt das meiste davon, weil das Tuch geschlossen liegt.
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